EM-Rückblick: Larissa Gaiser bestätigte ihre Topform

Schon mit einer gehörigen Portion Stolz blickt die Großbettlinger Inline-Speedskaterin Larissa Gaiser auf die abgelaufene Saison zurück. Letzter Höhepunkt war die Europameisterschaft im belgischen Oostende, wo sie wieder bewiesen hat, dass sie aktuell im Deutschen Team hinter Mareike Thum aus Darmstadt die Nummer 2 auf der Langstrecke ist. Dies hatte sie ja bereits bei der WM in Holland eindrucksvoll bewiesen, wo sie aufgrund der Verletzung von Josie Hofmann (Gera) nachgerückt war und mit 2 Top-Ten-Platzierungen aufhorchen ließ.
Archivfoto: Thomas Wendt

In Belgien war sie wieder als Helferin für Thum auf der Langstrecke gesetzt, die auch dieses Jahr wieder eine überragende Saison gefahren ist. Das Zusammenspiel zwischen den beiden, die auch fürs selbe Team fahren, klappte wieder sehr gut. In den zwei Ausscheidungsrennen auf der Bahn und Straße konnte Thum unter der Mithilfe von Gaiser zwei Medaillen erringen. Gaiser konnte in allen Langstreckenrennen wieder in die Top-Ten fahren und hatte vor allem im 15.000m Ausscheidungsrennen auf der Bahn Pech, wo sie sich für Ihre Teamleaderin Thum vorzeitig ausscheiden lassen musste. Auch dies zeigt, dass Larissa Gaiser ihren persönlichen Erfolg dem Team unterordnet und sich auch in der oft undankbaren Helferrolle zurechtfindet. Wenn die Leistung passt, wird sie vielleicht in 2-3 Jahren selbst in die Leader-Position aufsteigen und dann mit viel Erfahrung in die Fußstapfen von Thum treten. Bis dahin muss sie noch lernen, sich im Feld zu behaupten und die Akzeptanz der anderen Sportler zu gewinnen. Ein nicht einfaches Unterfangen für die erst dieses Jahr von den Junioren aufgestiegene Gaiser. Den Respekt muss man sich hart erarbeiten.

Auf der abschließenden Marathon-Distanz war sie nach der kräfteraubenden Woche ebenfalls noch so fit, dass sie für Katja Ulbrich, die früher ebenfalls für das Racingteam aus Großbettlingen gefahren ist, kurz vor Schluss die Lücke zu Spitzengruppe zufahren und hinter Ulbrich einen respektablen 9. Platz erringen konnte. Fazit: Für die erste eigene Medaille hat es noch nicht ganz gereicht, doch mit der Motivation und der Hartnäckigkeit von Larissa Gaiser kann man in den nächsten Jahren noch einiges erwarten.

Der TSuGV Großbettlingen ist mächtig stolz auf Larissa Gaiser, dass sie bereits im ersten Jahr bei den Aktiven diese überragende Leistungen abrufen konnte und dass es erstmalig gelungen ist, eine Skaterin aus den eigenen Reihen bis zu den Aktiven in dem Sport zu halten. Dies war bisher aufgrund von fehlender Sportförderung, Verletzungen und wegen Schule und Ausbildung nicht gelungen.

Larissa Gaiser selbst wird sich nun auch immer mehr in die Trainingsarbeit des TSuGV einbringen und ihre Erfahrung an die jungen Sportler weitergeben. „Diese Zusammenarbeit ist für die Skaterinnen und Skater natürlich hervorragend. Für viele im Verein ist sie ein richtiges Vorbild und bei ihr gibt es keine Ausreden!“, meint Abteilungsleiter Andreas Ratzke.

Gaiser wird beim kommenden Berlin-Marathon am 16. September nochmals die Skates schnüren und mit Ihren Teamkolleginnen um den Titel kämpfen. Danach geht es Mitte Oktober wieder mit der Vorbereitung für die neue Saison weiter.

Weitere Infos: http://oostende2018.eu/en/resultaten

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