WM in China: Larissa Gaiser trotzt dem Taifun Meranti

Auch auf dem Straßenkurs konnte Larissa Gaiser beweisen, dass sie nicht nur auf der Bahn hervorragende Leistungen abrufen kann. Auch hier gelangte Ihr wieder zwei TOP 10 Platzierungen. Überragend allen voran Platz 6 beim 20km Ausscheidungsrennen, dass bei Wind und heftigen Regenfällen ausgetragen wurde. Ein weiteres Handicap war der Straßenkurs, der nur aus langgezogenen Kurven bestand, die als Gerade gefahren wurden. Für die technisch starke Gaiser eher ein Nachteil.09-2015-wm-china-05

Die Ausläufer des Taifuns „Meranti“ machte es den Inlineskatern bei den Straßenwettkämpfen nicht einfach. „Eigentlich war das Rennen bei strömenden Regen nicht so mein Ding, aber dennoch lief es ganz gut.“ Ganz zufrieden war sie dennoch nicht über den hervorragenden 6. Platz. Kritisch merkte sie an: „Das Rennen war sehr hart, da viel gekämpft wurde und ich mich noch nicht richtig im Feld behaupten konnte. Dadurch musste ich sehr viel außen und von vorne laufen“.  Dies war gegenüber den verbliebenen 6 Fahrerinnen am Ende natürlich ein Nachteil.

Einen Tag zuvor war sie bereits im 10.000m Punkterennen auf Platz 14 ins Ziel gekommen. „Ich konnte gut im Feld mitlaufen, aber es war irgendwie nicht drin, vorne um Punkte zu kämpfen. Im Zieleinlauf wurde ich leider vierte und bin dadurch knapp an einem Punkt vorbeigeschruppt.“09-2015-wm-china-02Bild Thomas Wendt

Der Schlussmarathon wurde dann aus organisatorischen Gründen gemeinsam mit den Aktiven gefahren und gewertet. Dies war für die Junioren um Gaiser ein großer Nachteil, da es somit keine Medaillen gab und man in dem Feld nie feststellen konnte, wie man gegenüber den anderen Juniorinnen platziert war. „Ich müsste siebte von den Juniorinnen  geworden sein“ war sich Gaiser am Ende nicht sicher.  Im Rennen musste sie für die Aktiven Teamkolleginnen fahren, die zum erweiterten Favoritenkreis zählten. „Der Kurs war allerdings lebensgefährlich mit vierundzwanzig 180-Grad Kurven.  Da habe ich mich mehr im hinteren Feld bewegt und bin allen Stürzen ausgewichen. Nur im Schlusssprint bin ich dann Plätze gut gelaufen“ analysierte Gaiser.

Die WM ist vorbei. Ihr Heimtrainer Jürgen Kommer ist voll des Lobes: „Die EM war ihre Eintrittskarte zur Weltmeisterschaft und sie hat dort gezeigt, dass sie auf einer Ebene mit Sportlern fährt, die optimale Trainingsbedingungen haben und die sich überwiegend in Sportinternaten voll auf den Sport konzentrieren können. Wenn sie so weitertrainiert traue ich ihr im nächsten Jahr auch einen Titel bei der WM zu.“

Larissa Gaiser ist mit der Nationalmannschaft bereits wieder in Deutschland gelandet. Es wird sicherlich noch ein paar Tage dauern, bis sie den großartigen Erfolg bei der WM fassen kann. Ein großer Empfang in Großbettlingen ist ihr gewiss.

Ergebnisse unter: http://www.njrollersports.org//match2016/htmldata/ej/match2016_en_ej_lb_102.html

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