EM: Pech für Tamara

Die diesjährige Junioren-Europameisterschaft (JEM) im Inline-Speedskating findet wieder in Italien statt. Diesmal im malerischen Pollenza und Macerata in der Region Marken. Die JEM ist wieder zweigeteilt. Von Samstag bis Montag finden die Wettkämpfe auf der Bahn in Pollenza statt. Am Dienstag ist Ruhetag und ab Mittwoch beginnen die Wettkämpfe auf der Straße in Macerata.

Tamara und Carolin beim 10.000m Ausscheidungsrennen
Tamara und Carolin beim 10.000m Ausscheidungsrennen

Am Freitag fand auf dem Piazza della Liberta die farbenprächtige Eröffnungsfeier statt. Deutschland präsentierte sich mit einem 16 Skaterinnen und Skater umfassenden Kader. Die Equipe um die Bundestrainer Katharina Berg und Bernd Rumpus geht auch dieses Jahr mit berechtigten Medaillenhoffnungen an den Start. Aus Großbettlinger  Sicht dabei sind Tamara Felbinger und Leonie Kugler sowie die fürs GB Racingteam fahrende Carolin Zielke.

Tamara Felbinger rechnet sich nach Ihrem 5000 Meter Gold aus dem letzten Jahr auch dieses Jahr gute Chancen auf weitere Medaillen aus.

Die Vorbereitung auf die JEM begann für sie bereits im November letzten Jahres. Seit dem absolvierte sie mehr als 200 Trainingseinheiten und startete unter anderem beim Europacup und bei der Deutschen Meisterschaft mit großem Erfolg.

Bereits am ersten Tag standen das 10.000m Ausscheidungsrennen auf dem Programm. Für das Rennen wurden Tamara Felbinger und Carolin Zielke von den Bundestrainern nominiert. Beide wurden am Morgen bei den 300m Sprints geschont. Dort gab es bereits eine erste, nicht ganz unerwartete Medaillenflut, für das deutsche Team. Zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze zauberten ein Lächeln auf die sonst so regungslosen Gesichter der Bundestrainer.

Tamara konnte am Ende den Speed nicht mehr mitgehen
Tamara konnte am Ende den Speed nicht mehr mitgehen

Am Start über 10.000m waren 32 Sportlerinnen aus ganz Europa. Tamara Felbinger und Carolin Zielke mussten ganz außen starten. Trotz der vermeintlich schlechteren Position konnten sie die Führung in der ersten Runde übernehmen. In der Folgezeit konnten sich beide im vorderen Feld festsetzen. Da das Feld komplett zusammenblieb, wurde es mit zunehmender Renndauer unruhig und hektisch. In der oberen Kurve kam es dann zu dem aus Deutscher Sicht folgenschweren Sturz. Tamara wurde in der Kurve nach innen abgedrängt und kam auf die weiße Begrenzungslinie. Dort rutschte ihr innerer Fuß ab und sie stürzte, konnte sich aber gut abrollen und sofort wieder weiterlaufen. Für einige andere Fahrerinnen, die ebenfalls verwickelt waren, bedeutete dieser Sturz das vorzeitige Aus. Carolin Zielke wurde von den Bundestrainern sofort gebremst um Tamara Felbinger wieder ans Feld heranzuführen. Dies gelang in einer imposanten Aufholjagd. Doch dieser Zwischensprint über mehrere Runden kostete beide sehr viel Kraft. Carolin Zielke schied kurze Zeit später aus. Tamara Felbinger kämpfte verbissen aber konnte sich nicht mehr in aussichtreiche Position manövrieren. Für sie kam in der letzten Ausscheidungsrunde das bittere Aus.

Die Ärzte konnten in der Nacht noch Entwarnung geben. Ihre Hand ist glücklicherweise nur geprellt und sie kann an den weiteren Wettkämpfen teilnehmen.

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