Regenschlacht in Berlin

Das hatten sich die rund 5100 Skaterinnen und Skater der 46. Ausgabe des Inline Berlin Marathons auch anders vorgestellt. Nachdem es bereits eine Stunde vor dem Start einen kräftigen Regenschauer gab und dadurch die 100m Sprintentscheidungen abgesagt wurden, dachten die meisten Teilnehmer das von nun an das Wetter halten würde.

Als bereits alle in den Startblöcken standen, zog nochmals ein Unwetter über die Hauptstadt. An einen Start während des Starkregens war für einige Minuten nicht zu denken. Nachdem dann alle Klitschnass waren, erfolgte der Start des ersten Blockes. Im 2 Minuten Rhythmus wurde das weitere Feld auf die Reise quer durch Berlin geschickt, wohl dem der mit den richtigen Rollen gepokert hatte. Trotzdem war schon nach den ersten Metern klar, dass keine Topzeiten zu erwarten waren. Der Straßenbelag war extrem rutschig und höheres Tempo kaum möglich. Die Devise lautete nur nicht stürzen und auf den Rollen bleiben. Das dies nicht immer gelingt, musste neben vielen Fitnessskatern auch der eine oder andere Profiskater erfahren. Es blieb aber meist bei eher kleineren Blessuren. Auch trotz dieser widrigen Wetterlage säumten wieder tausende Zuschauer die Strecke und feuerten jeden Teilnehmer an.

Nadine Clauß vom TSuGV Großbettlingen hatte dieses Jahr die Möglichkeit, aus dem A-Block der Profis zu starten und den Speed der Skate-Elite zu spüren. Sie fuhr ein sehr starkes Rennen, konnte lange Zeit der Spitze folgen, im Ziel lagen zwischen der Siegerin bei den Damen, die Belgierin Sandrine Tas und ihr gerade mal 9 Minuten. Unter den Bedingungen eine tolle Leistung. Zweite bei den Damen wurde die Vorjahressiegerin Katharina Rumpus aus Heilbronn. In der Endabrechnung bedeutete dies für Nadine Platz 49. Das Rennen der schnellen Herren war vom Start weg sehr taktisch geprägt. Es gab immer wieder Ausreißversuche, die aber meist gleich wieder gestellt wurden. Somit kam es wieder zum Massensprint am Brandenburger Tor. In diesem Jahr gab es dann endlich den ersten Sieg für Felix Rijhnen (ERSG Darmstadt) vor den Franzosen Nolan Beddiaf und Elton de Sousa. Für den 6-fachen Seriensieger Bart Swings blieb dieses Jahr nur der 5 Rang.

In der Klasse der Fitnessskater kamen alle Großbettlinger Starter ins Ziel. Den Anfang machte Thomas Kotz, gleich danach die Schwestern Juliane und Franziska Dimster. Tom Grünwasser, Sabine Moritz-Schmid und Moni Clauß blieben das ganze Rennen beieinander und fuhren auch gemeinsam über die Ziellinie. Den meisten Spaß an diesem Renntag hatten das Einhorn Julia Clauss und der Pink Rabbit Tommy Knechtel. Überall entlang der Strecke wurden die beiden wegen ihrer Kostüme gefeiert. Beide hatten unterwegs sogar noch genug Reserven um einen weiteren“ Teilnehmer“ in Form eines Luftballons für die Fotoaktion der Volksbank Hohenneuffen-Teck mit ins Ziel zu bringen.

Trotz des widrigen Wetters dieses Jahr ist der Berliner Marathon immer eine Reise wert, hoffentlich im nächsten Jahr wieder trocken, da waren sich alle einig.

Bericht / Bilder: Thomas Kotz

Ergebnisse: https://berlin.r.mikatiming.com/2019/

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